
Abb. 1: Mein neues Trottinett (Migros Dreispitz Fr. 149.- statt 329.-) |
Wenn ich von der Physikstrasse (ETL-Gebäude der ETH Zürich) bis zum Bahnhof runterflitze, dann wird das Bremsblech meines Trottinetts dermassen heiss, dass die Schuhsohle schmilzt (Abb. 2). Ich wende wieder den Trick an, den ich schon bei meinem alten Trotti angewandt habe (Abb. 14). Das Blech meines neuen Flitzers ist allerdings etwas grösser, was den Vorteil hat, dass es nicht ganz so heiss wird (Stichwörter: Wärmeleitung, Konvektion, Strahlung sowie Wärmekapazität). |

Abb. 2: Problemstellung |

Abb. 3: Rohstofflieferant |

Abb. 4: Weitere Utensilien |

Abb. 5: Reinigen und entfetten |
Als thermisch isolierendes und problemlos zu verarbeitendes Material kommt bei mir Leder zum Einsatz. Entweder (wie bei meinem alten Trotti) von alten Schuhen (Abb. 3) oder aus dem Tschopp in Basel. Das Blech wird nun zuerst gereinigt und entfettet, z.B. mit Spiritus (Abb. 5). |
Wie in Abb. 6 gezeigt, wird nun die Blechfläche gründlich aufgerauht und danach nochmal gereinigt. Damit steht und fällt die Qualität und Haltbarkeit der Klebeverbindung. |

Abb. 6: Oberfläche aufrauhen |

Abb. 7: Zweikomponentenkleber |

Abb. 8: ...und auftragen |
Wie in Abb. 7 gezeigt wird der Zweikomponentenkleber angerührt und gleichmässig auf das aufgerauhte Blech aufgetragen. Ich habe verschiedene Klebstoffe ausprobiert. Das Hauptproblem scheint die hohe thermische Belastung der Verbindung zu sein. Deshalb kam "Uhu plus Endfest 300" zum Einsatz, der kurzfristig temperaturfest bis 200°C ist. |

Abb. 9: Gleichmässig verteilen |

Abb. 10: Lederstück mit Schnur... |

Abb. 11: und Klebeband befestigen |

Abb. 12: Abschneiden |
Das Leder wird mit der rauhen Seite nach unten aufgelegt und über die Kanten gestreckt. Danach habe ich es mit Schnur (Abb. 10) und zuletzt noch mit einer dicken Lage Klebeband (Abb. 11) befestigt und mehrmals gut angedrückt. Zuletzt wird nach dem Aushärten - der Klebstoff soll aber noch nicht ganz hart sein, sondern erst sehr zähflüssig, dann geht das Schneiden besonders gut - einfach der Blechkante entlang abgeschnitten. Das Resultat sieht man in den beiden unteren Abbildungen. Bei meinem alten Trotti (Abb. 14) sieht das Leder nicht mehr so schön aus - es war aber auch jahrelang im Einsatz. |

Abb 13: Resultat |

Abb. 14: Hier mein 1. Versuch |