Soviel Staub macht ein Mensch

Anfang Jahr macht man sich so seine Gedanken, was die Homepage denn Neues erhalten soll. Ein neues Kleid? Sowas wie bei Ladyada wär schon nett. Doch mittlerweile hat die Komplexität meiner Internetpräsenz ein Ausmass erreicht, die ein neues Layout fast unmöglich aufwendig macht. Es handelt sich um tausende von HTML- und PHP-Seiten, ganz zu schweigen von CSS- und Javascripterweiterungen. Ich habe nicht feinsäuberlich zwischen Inhalt (in einer Datenbank) und Darstellung (PHP/CSS) getrennt, so dass eine tiefschürfende Veränderung im Aussehen gleich hunderten von Stunden Arbeit gleichkommt. Zudem weiss ich selber oft nicht mehr, wie das alles eigentlich funktioniert. Spricht für meinen sauberen Programmierstil. Da investiere ich lieber in neue Beiträge. Beispielsweise hat ja noch fast niemand meinen vierteiligen Artikel zum Computerumbau gesehen. Übrigens: Wer den RSS-Feed abonniert, verpasst nie etwas.

Heute gehe ich mal der besonders intelligenten Frage nach: “Wieviel Staub produziert eigentlich der Mensch?” Dazu folgendes Experiment: Einen ganzen Monat nicht Staub gesaugt. Danach neuen Staubbeutel (31 g) in den Sauger gestopft und losgesaugt. Nach 33 min war die Arbeit erledigt, meine Stromrechnung um 715 Wh reicher und die Wohnung um 39 g Staub ärmer. Pro Tag produziere ich also 1.3 g. Oder auf die Fläche (1200 sq.ft. sind etwa 110 m2) gerechnet 11.8 mg/m2 pro Tag = 0.137 μg/m2/s. Nun geht den Ball an Euch: Wieviel Staub produziert Ihr? Kommentarmöglichkeit wie immer in der Wordpress-Version dieses Blogs. Und ein Nachtrag: Der übervolle Staubbeutel, den ich vor der geschilderten Aktion entsorgt habe, wog sage und schreibe 392 g.

Und sonst? Nun ja, ich habe ein zweites Video zu meinem Raketentriebwerklein hochgeladen. Die elektrische Zündung funktioniert vorzüglich. Höchstens hinsichtlich Zündgeschwindigkeit ist noch etwas Potential vorhanden. Die divergente Schubdüse hingegen ist hoffnungslos überdimensioniert, was zu flatternder asymmetrischer Strömungsablösung führt. Gar nicht gut. Für das nächste Experiment habe ich mir ein Manometer gekauft, um endlich den Brennkammer-Innendruck zu bestimmen. Damit lässt sich die Düse dann besser anpassen.

Und zum Thema Klimaerwärmung: Wir hatten hier gerade den kältesten Dezember seit Messaufzeichnungsbeginn. Gleichzeitig der drittkälteste Monat überhaupt. Und ähnliches gilt für andere Counties in Florida. Am 26. Dezember gegen Mittag fielen gar ein paar scheue Schneeflocken in Tallahassee. Höchste Zeit also, dass ich mit meinen Triebwerksversuchen das Klima ein wenig aufheize. In diesem Sinne: Viel Vergnügen mit den restlichen 98.6% des 2011.

Und hier die Weihnachtsgeschichte.

 

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2 responses


  1. Hallo Lukas,

    genialer Blog-Eintrag! Vor allem die Videos mit dem Raketentriebwerk haben es mir angetan. Das scheint eine echt spannende Sache zu sein. Wie hast Du es beim zweiten mal geschafft, dass es nicht so lärmig wurde? Ich freue mich jedenfalls schon auf Version 3.0 des Triebwerks.

    Liebe Grüsse,
    Michael

  2. Lukas (blog author) says:


    It’s a bug, not a feature… Meine Hypothese ist, dass die zweite Testfeuerung deshalb leiser war, weil der Brennkammer-Innendruck geringer war. Das wiederum könnte an einer beinahe leeren Sauerstoffflasche oder eben auch an der Düse liegen (wobei der Düsenhalsdurchmesser eigentlich unverändert blieb). Das Manometer, um diesem Phänomen auf den Zahn zu fühlen, habe ich bereits eingekauft.

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