Six Impossible Things Before Breakfast

Na, alle schön ihre Stimme abgegeben bei der Oscar-Wette? Die Oscar-Show ist eine wunderschön inzenierte Modeshow mit Gags und politischen Einlagen, doch mit Filmkunst hat sie nicht mehr viel gemein. Da steht das Filmfestival in Cannes wohl etwas besser da. Ein anderes Kriterium wäre der Beliebtheitsgrad gemäss Box-Office. Da könnte man nur sagen: Tschüss Avatar, hallo Alice!

Letzte Woche war ich an der Première von Alice im Wunderland — im IMAX 3D — in der ersten Reihe, halb liegend, mit auf der Reling hochgelagerten Füssen. Super Film, lohnt sich unbedingt. Alles very british… nicht nur die Tea-party. Absalom (gesprochen von Christopher Lee) ist mein Favorit! Hervorragend gespielter Film, doch wie war das mit 3D? Ganz im Gegensatz zu Avatar hat mich diesmal die Umsetzung nicht überzeugt. Es sah ganz so aus, wie früher die Jump-and-Run-Computerspiele: Mehrere hintereinander gestaffelte Flächen, die zwar richtig zueinander scrollen, doch trotzdem flächig bleiben. Die Personen wirkten wie ausgeschnitten vor dem flachen Hintergrund, die Gesichter ohne jegliche Tiefenwirkung, genau wie Super Mario, Sonic the Hedgehog oder Rayman. Und ich denke nicht, dass es daran liegt, dass ich mit der Nase praktisch an der Leinwand klebte.

Ich habe ja schon über 3D geschrieben und meiner Erwartung, dass es sich diesmal durchsetzen wird. So zögere ich den Ersatz meines alten Röhrenmonitors noch etwas raus, weil es dann gleich ein 3D-fähiger Computerbildschirm sein soll. Vielleicht sollte ich es einfach schon jetzt mit einer Shutter-Brille ausprobieren, dann Röhrenbildschirme sind grundsätzlich geeignet. Das andere wäre natürlich ein 3D-Beamer mit zwei Objektiven, jeweils mit einem Polarisationsfilter, der den 3D-BluRay-Inhalt wiedergibt. Vermutlich funktioniert das aber nur mit unversiegelten Silberleinwänden, denn sonst geht durch Streuung die Polarisation verloren. Alternative könnte man dazu natürlich auch dafür eine Shutter-Brille nehmen. Nun sind sogar Webcams in 3D erhältlich (jö, wie härzig…).

Die Rote Königin ist besiegt! Es war ja viel los in den vergangenen Wochen. Zur die Griechenlandkrise äussere ich mich selbstverständlich nicht. Der lang ersehte Hexacore von Intel ist erschienen und begeistert die Testredakteure. Der beste Kommentar schrieb “bluray” mit “Der Gulftown ist eben für jene, die bei der Ausführung von Programmen schneller warten wollen.” Nun müsste der Programm Manager endlich schnell genug laufen. Amerika überlegt sich, ob sie vielleicht nicht doch die eine oder andere internationale Norm übernehmen können, ohne gleich einen Gesichtsverlust erleiden zu müssen — wie zum Beispiel die chinesischen Bauingenieure.

Die Schweizer haben neun Medaillen in Vancouver abgeholt, was 1.2 ppm entspricht. Ziemlich mies ist die USA mit 37 Medaillen, was 0.12 ppm entspricht, oder Deutschland mit 30 Medaillen, was 0.37 ppm entspricht. Kanada kommt auf 0.76 ppm — schon etwas besser. Ganz eindeutiger Sieger ist Norwegen mit 4.8 ppm! Da hat selbst Österreich mit 1.9 ppm kein Brot; doch immerhin gewinnen sie die Blechwertung. Nun ja, vielleicht wird die Schweiz noch erfolgreicher, falls Olympia definitiv in die Schweiz zügelt.

Ansonsten waren natürliche die Drey scheenschte Dääg (“E rundi Sach”), die ich dieses Jahr voll verpasst habe. Doch immerhin gibt’s für Heimwehbasler den Querschnitt auf Youtube. Sehr sehenswert, auch für Fasnächtler und Nichtbasler. Und für Hobby-Regisseure gibt’s ja derzeit von Canon und Vimeo einen interessanten Wettbewerb. Ist allerdings für “US Residents” only, also nichts für NR-Aliens…

Yahoo führt in den USA eine interessante Serie zu den ungesundesten Menüs durch. Zur Zeit sind gerade die Hühnchen dran. Bei den Salaten musste ich einmal mehr an die Versteckte Kamera mit Lady Gaga denken. Der echte Schock — aber gleichzeitig eine schöne Bestätigung — war der Test der Pommes Frites. Als mich ein kleiner Hunger auf dem Weg zum Disney World überkam, bin ich im Arby’s eingekehrt. Auch Wochen später war dieser Müll noch nicht verdaut… Was ist, wenn wir eine Pandemie ausrufen, und keiner wird krank? (Richard Schabas, Welt-Hysterieorganisation WHO)

NASA-Administrator Charles Bolden musste die neue Strategie der bemannten Raumfahrt im Rahmen der Budget-Anhörung 2011 in Washington verteidigen. Die Senatoren (z.B. LeMieux [,Li 'Miu:] und Nelson) scheinen vom neuen Plan gar nicht angetan zu sein, wobei ich vermute, dass es vor allem um den Erhalt der Arbeitsplätze geht. Gerade Florida und Alabama werden sehr hart getroffen, da neben den Arbeitsplätzen im Shuttle-Programm auch jene im Constellation-Programm verloren gehen. Mit der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Tampa und Orlando hat zumindest Florida ein technisch-orientiertes Grossprojekt, was vielleicht den Verlust an Arbeitsplätzen etwas reduzieren kann. http://trueslant.com/milesobrien/ Ganz allgemein ist man hier sehr kreativ in der Erschaffung neuer Arbeitsplätze. So sollen zwei neue Kernkraftwerke gebaut und nach Öl und Gas gebohrt werden — wobei letzteres sehr umstritten ist. So gesehen ist NASAs Anti-Innovation “Ares/Constellation/Orion” (siehe: bigthink.com/burtrutan, ca. Minute 11)) viel besser aktzeptiert. Wenigstens ist man sich inzwischen international einig, dass die ISS bis mindestens 2020 weiter betrieben werden soll. Es wird sogar geprüft, ob ein Einsatz bis 2028 technisch möglich wäre.

Was ja hier in Florida wirklich eine Misere ist, findet weit abseits der Radioberichterstattung statt. Hier ist es so flach wie sonst nirgends. Da wäre vielleicht das hier eine Alternative, wie ich in Florida doch noch fliegen könnte. Nun ja, wenigstens ist inzwischen die Thermik im Aufwind, nachdem das Hundewetter ausgestanden ist und man herausgefunden hat, wie man in Hamburg landet. Ich brauche ein Schwein hier!

Ach, und bevor ich’s vergesse: Heute ist mein Nichtgeburtstag! E hiube Hinech

 

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