Frosty und ParaRobot

Die Weihnachtszeit ist vorbei, die Deko überall weg und im Radio spielt wieder normale Musik. Das mit dem Radio ist hier wirklich sehr ausgeprägt. Bis zum vierten Advent war es noch erträglich, aber danach kam nichts anderes mehr als Weihnachtslieder. Oder dann die Hitparade der Weihnachtslieder. Wisst Ihr, welche Amerikanischen Lieder ganz oben stehen? Da wäre also Frosty the Snowman und selbstverständlich Here Comes Santa Claus. Diese beiden kann ich überhaupt nicht mehr höhren. Dann eine uns sehr bekannte und nicht minder penetrante Melodie bietet Rudolph The Red-Nosed Reindeer. Ein vor allem bei Kindern extrem beliebter Song ist Twelve Days Of Christmas, vor allem wegen des fünften Tages (den Ringen). Da können sie dann so richtig die S** rauslassen :-)

Was gäbe es Schöneres für einen Forscher, als ein frei wählbares Forschungsthema? Was würde ich erforschen? Nun, da hätte ich gerade eine Idee. Ich weiss nicht, wer alles regelmässig Judith Zweifels Homepage besucht. Ich finde extrem eindrücklich, wie sie sich langsam an das grosse Ziel — Infinity Tumbling — herantastet. In ihren eigenen Worten “mädchenhaft” (wahrscheinlich daher auch die lustige URL), würde ich das eher professionell nennen. Mag natürlich sein, dass Chrigel Maurer dieses Projekt etwas draufgängerischer angegangen ist. Wieviele Tausend Rhythmic SATs Judith wohl schon geflogen ist? Nun eben zum Forschungsthema: Ich würde gerne einen “Infinity Tumbling”-fliegenden Roboter bauen. Sorry für die schlechte Skizze, ich habe in der Oberstufe Musik statt Zeichnen belegt. Nun, dieser ParaRobot bestünde aus

  • 2 Linearmotoren für die Bremsen (blau in der Skizze)
  • 1 Linearmotor für die beiden Beschleunigerleinen (eigentlich könnte man doch auch asymmetrisch beschleunigen… aber lassen wir das)
  • Optional könnte man noch über einen Notschirm mit zugehörigem Linearmotor nachdenken… Aber nicht im See landen, das mag die Elektronik nicht!
  • 1 Motorisch betriebenen Pendel als verschiebbares Gewicht (rot)
  • 3 Kraftsensoren (oder Stromrückkopplung), zugehörig zu jedem Linearmotor
  • 1 Kamera, welche in die Kalotte schaut — die Kalotte sollte mit Fadenkreuzen übersät sein, damit die Bildbearbeitung vereinfacht wird
  • Zusätzlich Beschleunigungssensoren, Luftdrucksensor (Vario), Staudrucksensor (Tacho), GPS (Position) und natürlich ein schneller Computer und die Stromversorgung (Blei-Akku im Pendel)
  • 2 Karabiner für die Gleitschirmbefestigung, 2 Befestigungsschlaufen für die beiden Bremsen und 1 Befestigungsschlaufe für die Beschleunigerleinen.

Wahrscheinlich sind eher zuviele Sensoren vorhanden, die bloss zu einer unerwünschten Redundanz führen. Beispielsweise bin ich nicht sicher, ob die Kamera notwendig ist. Ich kenne mich ja mit Tumblings nicht aus, aber zumindest bei SATs denke ich, dass sie sich nach Gefühl (sprich: 3D-Beschleuningungssensor, Zugkräfte der Bremsleinen) fliegen lassen. Das ginge so: Gewicht auf die Innenseite verlagern und innere Bremse mittelstark (bestimmte Position) ziehen. Warten, bis die Radialkomponente einen bestimmten Wert erreicht. Sobald nun eine Beschleunigungskomponente nach vorne einsetzt (“abkippen” — kann man das so erkennen?!), wird relativ stark nachgezogen (bestimmte Kraft). Und rein geht’s in den SAT! Danach könnte per Gewichtsverlagerung (Pendel) aufgeschaukelt werden, wobei das GPS die Frequenz bestimmt. Oder die innere Bremse wird ganz durchgezogen, bis zu einem Helikopter (SAT to Helico).

Ob das wohl funktionieren würde? Sicherlich wäre die tatkräftige Unterstützung eines Akro-Profis wünschenswert. Ein Gleitschirmproduzent könnte vielleicht Sponsor sein (Advance? Paratech?). Grund: Die Gleitschirme halten das nicht lange durch, was ganz schön ins Geld gehen kann. Ein Helikopterflugunternehmen wäre auch praktisch als Sponsor: So käme man an günstige Heli-Starts. Heli-Gotthard?

Zum Thema Technik: Wenn Ihr wissen möchtet, wie man hier in Amerika Milchzähne zieht und gleichzeitig die faule Katze dazu bringt, sich mal ein bisschen zu bewegen, dann kuckst Du hier.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Ich wünsche allen ein erfolgreiches 2010!

 

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